| Wort aus der Kumpelsprache |
Bedeutung |
| Bergamt |
offizielle Arbeitspause |
| bergfertig |
Bergmann, der durch Krankheit oder Unfall zum Aufhören gezwungen wird |
| den Bock blank machen |
die Kohle aus dem Flöz brechen |
| Brocken |
Gezähe des Bergmanns |
| Brötchen |
Steine, die zum Beschweren der Talfahrt auf das Förderband gelegt werden |
| Butterkiste |
Kiste, auf der in der Pause das Butterbrot gegessen wird |
| Butterzeit |
Pause, in der das Butterbrot gegessen wird |
| hacken |
gewinnen von Kohle mit der Keilhaue |
| Hipp und Bock |
Wagen und Gegengewicht |
| Holzwurm |
Arbeiter, die Holz für den Grubenausbau auf das Band packen |
| Kerl mit Latte |
Steiger |
| kohlen |
Arbeit des Bergmanns am Abbauhammer |
| Kohle raustun |
gewinnen von Kohle mit der Keilhaue |
| Kohlzeug |
Arbeitszeug des Bergmanns |
| Kübelmajor |
für die sanitäre Sauberkeit untertage zuständig |
| Mottek (auch: Mlotek) |
Hammer des Bergmanns |
| Mutterklötzchen |
etwa 30 cm langes Mittenstück (astfrei) aus Holzstempeln herausgeschnitten. Es wurde mit Draht oben, mittig und unten umwunden und dann mit Grubenbeil und Fäustel so immer wieder längs gespaltet, dass man zu Hause "bei Mutter" nach dem Entfernen der Drähte fix und fertiges Anmachholz für den Ofen hatte. Es wurden natürlich nur von den Stempeln "Mutterklötzchen" geschnitten, die nicht unmittelbar für den Ausbau gebraucht wurden, also die im Streb oder in der Strecke als Vorrat gelagert waren.
Die Werksleitungen versuchten immer wieder, u.a. durch am Werkstor befindliche Behälter mit wirklichem Abfallholz die doch ziemlich teure "Produktion" von "Mutterklötzkes" zu verhindern, ... so gut wie immer erfolglos .... Die Kumpels betrachteten die "Klötzkes" als ein ihnen zustehendes Deputat.
Die Grubenbeamten waren hin und wieder neidisch auf das wunderbare Anmachholz der Kumpels. Diese Angestellten und Aufsichten untertage bekamen nämlich zu Ihrem Kohledeputat auch Holz geliefert, ... Dieses Holz hätte ein anständiger Kumpel nicht mal angesehen, geschweige den Ofen mit angezündet! Dieses "Beamtenholz" war wirkliches Abfallholz, ... sehr häufig sogar Abfallstücke von getränkten Eichenspurlatten. Nicht säge- und nicht spaltbar!! Da ein Angestellter niemals mit einem Püngel nach Hause ging (die Grubenbeamten bekamen schon immer die Arbeitswäsche gewaschen) konnte er auch kein Klötzken im dreckigen Püngel am Zechentor rausschmuggeln. So kam es, dass die Hauer ihren Steigern schon mal ein Klötzken nach Hause brachten und von diesen dann zusätzlich zu ihrem Gedingelohn eine "Holzprämie" geschrieben bekamen. (Eine Holzprämie wurde dann geschrieben und bezahlt, wenn die Kohlen- oder Strebhauer das zum Ausbau im Streb benötigte Holz selbst aus den Strecken heranschaffen und somit ihr Gedinge (Akkordarbeit) unterbrechen mußten.) Zum Heranschaffen von Holz, Pannen der Kohle und Heranziehen der Förderwagen (Teckel) waren die "Schlepper" da. |
| ölen |
schwitzen bei der Arbeit unter Tage |
| pannen |
Wegschaufeln von Kohle und/oder Bergen in Teckel, Panzer oder Band oder aus Panzer oder vom Band |
| Panne/Pannschüppe |
mit extra großem Schaufelblatt aber der "Mächtigkeit" des Flözes angepasste Schaufel; je niedriger der Streb, desto kürzer der "Schüppenstiel" |
| Püngel |
schmutziges Arbeitszeug des Bergmanns |
| räubern |
Raubbau betreiben |
| Rutschenbär |
Streboberhauer und somit der erste Mann im Streb. Er teilt der Strebbelegschaft und den Leuten in den Abbaustrecken die Arbeit zu. Der Name kommt aus der Zeit und Technik, als im Streb zur Abförderung der gewonnenen Kohle noch druckluftbetriebene Schüttelrutschen eingesetzt wurden. Solange der Streboberhauer am Austrag der Rutsche sich befand, lief die Förderung und war alles in Ordnung, ansonsten kroch, "rutschte" und brüllte er wie ein "Bär" im Streb herum, bis die Kohle wieder kam |
| Sargdeckel |
loses Gestein im Hangenden |
| schüppen |
Arbeit des Bergmanns am Abbauhammer |
| Schüppe |
Schaufel |
| Teckel |
Förderwagen, "Hund" |
| Zackenbär |
Ortsältester |